Fadengespräche Episode 2 – Reparieren ist Liebe

Vera Teske, auch bekannt unter dem Namen Reparieren ist Liebe, ist heute zu Gast beim Fadengespräche Podcast. Wir reden darüber wie man Kleidung retten kann, ob sich der Aufwand lohnt, welche Methoden es gibt und noch viel mehr.

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Ein paar Ausschnitte aus dieser Episode

A: Wie bist du zum Kunststopfen gekommen?

V: Ich glaube also meine Tochter war ja noch sehr klein und ich war in
Elternzeit ich glaube es war einfach weil ich ein Hobby gefunden habe was ich neben den Kindern machen konnte. Also schnell abends weiß nicht wenn das Baby weint, konnte ich dann einfach die Sachen hinwerfen und hinlaufen und es war okay ich musste nichts mehr wegräumen oder so. Ich konnte selber irgendwie was schaffen also ich hatte nach kurzer Zeit ein Ergebnis, ich habe was Schönes gekriegt und mich hat das so so entspannt abends nach einem turbulenten Tag war das einfach ganz schnell 10 Minuten was machen. Ich glaube, das war der Hauptgrund, dass ich da selber aktiv werden konnte und was Schönes zaubern. Ich kenne das auch noch von damals.

Das Besondere am Kunststopfen

A: Was ist für dich das Besondere am Reparieren oder Besticken?

V: Ich glaube vor allem, dass ich eben was mit wenigen Mitteln schaffen kann, dass es diesen Nachhaltigkeitsaspekt einfach hat und dass ich aus was negativen was Schönes wieder zaubern kann. Also ich glaube die drei Sachen gepaart miteinander.

Stickereien auf gestopfte Bereiche

A: Du reparierst vorher und dann stickst du was drauf?

V: In der Regel muss es repariert werden. Es gibt ja diese Technik die Löcher zuzuziehen wo man einfach von links dann das Ganze mit einem einfachen Stich zuzieht. Das ist die schnellste Variante und dann siehst du wo die Fäden entlang gelaufen sind. Darüber kann man dann einfach was sticken oder wenn die Stellen ausgedünnt sind, dann musst du patchen. Du musst auf jeden Fall vorher immer reparieren. Es gibt immer mal wieder auch Kollegen die sagen du kannst einfach so drüber sticken. Funktioniert vielleicht für kurz für ein paar Tage, aber gerade wenn es Kinder sind, die die Kleidung anhaben, das reißt dann meistens ganz schnell aus. Es ist dann einfach schade drum, wenn man sich die Mühe gemacht hat mit dem Sticken und dann ist es gleich wieder kaputt.

Welche Stopftechniken gibt es?

V: Es gibt eigentlich gar nicht so viele. Es gibt das Webstopfen, das ist die Technik wo du webst, also einen Faden oben, einen Faden unten drunter und dann ergibt es so diese Kreuze. Das ist auch eine super Technik für Anfänger. Gerade wenn du wenig Ahnung hast, wenn du wenig Zeit hast und es ist ein guter Start.

Dann gibt es das Swiss Darning. Maschenstich heißt das glaube ich auf Deutsch. Da bildet man die Maschen nach. Das ist aber sehr zeitintensiv und als Anfänger kriegt man echt einen Knoten im Kopf. Es gibt Leute, die können das von Anfang an und die kriegen das richtig gut hin, aber die allermeisten sagen: oh Gott!

Dann gibt es noch das Scotch Darning. Das ist ein bisschen schwierig, weil ich glaube da gibt es kein richtiges deutsches Wort für. Man nimmt aber den Langettenstich und bildet da wie so ein Netz übers Loch oder unten drunter und das auch ziemlich einfach.



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Der Fadengespräche Podcast

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