7 Dinge, die du beim Sticken vermeiden solltest

Heute lass ich mal die Oberlehrerin heraushängen und schreibe dir eine Liste von Dingen, die du beim Sticken vermeiden solltest. Die meisten dieser Dinge macht man irgendwie trotzdem ab und an oder sogar immer. Manchmal weils einem egal ist, manchmal weil mans nicht besser weiß (den Grund Faulheit lassen wir jetzt mal unter den Tisch fallen 😉 ).

Aaaaber hier gibt’s mal ein paar Hinweise warum du die ein oder andere Regel vielleicht doch beachten solltest um deine Stickereien noch schöner zu sticken bzw. das Sticken für dich noch leichter wird.

7 Dinge die du beim Sticken vermeiden solltest

1. Beim Sticken essen

Wie bei so eigentlich allen Handarbeiten gilt auch beim Sticken, nicht dabei essen! Auch die liebe Tee- oder Kaffeetasse wenn möglich weit weg vom Stickzeug benutzen. Es klingt vielleicht pedantisch, aber Schokoflecken auf dem Stoff sind nicht so das Wahre. Wenn man zwischendurch essen muss, weil man sonst verhungert, dann bitte danach Hände waschen. Dieser Rat gilt besonders wenn man auf hellem Stoff stickt – da hat man besonders viel von Schokoflecken.

2. Faden schön lang machen

Ja, es nervt ständig den Faden neu einzufädeln! Was noch mehr nervt ist es Fäden zu entwirren, weil sie zu lang waren und man ständig Knoten reinbekommt beim Sticken. Optimale Fadenlänge ist etwa 30cm, da muss man auch den Arm nicht so lang machen beim Faden durchziehen.

3. Sticken bis die Hände schmerzen

Schmerzende Hände machen keinen Spaß und da kann das tolle Projekt auch noch so wichtig oder schön sein. Wenn du regelmäßig übertreibst und deine Hände überstrapazierst, wird es über die Jahre immer schlimmer.

In meinem Verwandtenkreis gibt es einige, die mir mit strahlenden Augen erzählt haben, wieviel und wie schnell sie früher ganze Pullover gestrickt haben. Aber jetzt können sie leider keine 3 Minuten mehr eine Stricknadel benutzen ohne mächtige Schmerzen zu erleiden.

Ich weiß, Mitte der 20er und auch noch Anfang der 30er spielt das alles noch keine große Rolle denn der Körper kann sich gut erholen. Aber lass mich dir sagen (mit meinen schon erfahrenen 35 Jahren *hust*): das bleibt nicht so. Je öfter du dich überanstrengst desto kürzer werden die Abstände in denen du schmerzfrei sticken kannst. Das kann tatsächlich dazu führen, dass du deine Hände mit 40/50 nicht mehr für dein liebstes Hobby nutzen kannst. Wäre doch schade oder?

Kein Projekt der Welt ist es wert seine Gesundheit dafür zu schädigen.

Zu diesem Thema habe ich einen ganzen Blogbeitrag geschrieben. Wenn du dazu neigst an deine Grenzen zu gehen, lies ihn dir bitte, bitte einmal durch: Sticken bis die Hände schmerzen – was du tun kannst

4. schlechtes Werkzeug benutzen

Was soll ich sagen? Rostige Nadeln von Oma oder Mama, billige Stickrahmen, stumpfe Scheren, Garn, dass ausblutet sobald es mit Wasser in Berührung kommt, Stoff, der einfach komplett ungeeignet ist für das Projekt – alles Sachen die dir als StickerIn das Leben schwer machen. Nachdem ich jahrelang die alten, teilweise rostigen, Nähnadeln meiner Mutter benutzt habe, war es eine regelrechte Erlösung als ich mir ein Paket Sticknadeln in unterschiedlichen Formen und Größen geleistet habe (kleine und große Öhre, stumpfe und spitze Spitze). Auch beim Kauf von billigen Stickrahmen habe ich einmal ganz kräftig ins Klo gegriffen. Meinen Erfahrungsbericht dazu und was man beim Kauf von Stickrahmen beachten sollte findest du hier.

Es lohnt sich einmal in vernünftiges Material und Werkzeuge zu investieren. Man erspart sich sehr viel Ärger und wenn man es sich einmal hochrechnet auf die Dauer die man das Werkzeug benutzt, ist es wirklich keine große Investition.

5. Anleitung nicht durchlesen, sondern gleich anfangen

Ich gebe zu, ich lese mir die Anleitungen auch in der Regel nicht vor dem Anfangen komplett durch. Man will ja anfangen und ist so aufgeregt. Doch dann überliest man etwas oder wandelt etwas ab, weil man irgendwie nicht versteht warum der Anleitungsschreiber das so schreibt, obwohl man es doch so und so viel schneller und besser machen könnte. Im nächsten Schritt versteht man dann warum und ärgert sich, weil jetzt nichts mehr so passt wie es sollte und man wieder herummodifizieren muss. Auch wenn du gerne improvisierst: lies dir bitte erst die gesamte Anleitung durch damit du verstehst wie das Teil aufgebaut wird (besonders wichtig bei Nähanleitungen).

6. Hände und Unterlage nicht gesäubert

Vor dem Sticken Hände waschen nicht vergessen. Klingt so banal und ist es auch. Besonders bei langwierigen Projekten auf hellem Stoff sieht man es irgendwann wenn man seine Hände nicht gründlich gewaschen hat. Auch die Unterlage auf der man sein Stickzeug ablegt sollte vorher mal abgewischt werden. Ich will dir damit natürlich nicht unterstellen, dass du ein Schmutzfink bist, aber man sieht oft gar nicht auf den ersten Blick wenn noch etwas leicht schmutzig ist.

7. Das Stickzeug herumliegen lassen

Wie man merkt geht es heute hauptsächlich darum schmutzig werdende Stickereien zu vermeiden. Pack dein Stickzeug doch bitte an einen sicheren Ort wenn du nicht dran sitzt. Einen Ort wo kein Kind, Haustier oder anderes Mitglied des Hauses (einschliesslich man selbst!) irgendwie irgendetwas Dummes mit deinem Stickzeug anstellen kann. Die beim Stricken so gern verwendeten Projekttaschen kann man auch super für sein Stickzeug benutzen. Das gilt im Übrigen nicht nur für das zu bestickende Stück Stoff, nein auch die Garne wollen in Sicherheit gebracht werden!

Das war es auch schon! Eigentlich gar nicht schwer und hilft unnötiges Haareraufen beim nächsten Stickprojekt zu vermeiden.


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